Daniel · Modern Live Musician

Über mich

Musik begleitet mich schon lange.

Meine musikalischen Anfänge liegen im Musikverein und in der Musikschule Ettlingen. Dort bekam ich schon früh eine vielseitige musikalische Ausbildung rund um Schlagzeug und Percussion und sammelte gleichzeitig erste Erfahrungen beim gemeinsamen Musizieren.

Dabei ging es von Anfang an um weit mehr als nur das klassische Drumset. Zum Schlagzeug- und Percussionunterricht gehörten unter anderem Kleine Trommel, Pauken und Congas sowie Mallet-Instrumente wie Marimbaphon und Xylophon.

Die Cajon, die heute ebenfalls zu meinen Instrumenten gehört, spielte damals noch keine Rolle. Sie kam erst später dazu.

Gerade die Mallet-Instrumente waren für meine weitere musikalische Entwicklung wichtig. Durch Marimbaphon und Xylophon lernte ich nicht nur Rhythmus, sondern auch das melodische Spiel. Vieles davon konnte ich später auf Klavier und Keyboard übertragen und mir auf dieser Grundlage das Spielen auf den Tasten weiter erschließen.

Früh auf neuen Wegen

Ein besonderer Schritt folgte bereits im Alter von 14 Jahren, als ich zum Polizeimusikkorps Karlsruhe kam. Damals war ich dort das jüngste Mitglied.

Schon in diesem Alter gemeinsam mit erfahrenen Musikern zu spielen, war für mich eine prägende Erfahrung. Dabei ging es nicht nur darum, den eigenen Part zu beherrschen. Man musste zuhören, sich in ein Ensemble einfügen und gemeinsam als Einheit funktionieren.

Auch meine musikalische Vielseitigkeit entwickelte sich dort weiter. Mit etwa 16 oder 17 Jahren begann ich Gitarre zu lernen und spielte sie ebenfalls beim Polizeimusikkorps.

Ein besonderer Höhepunkt dieser Zeit war die Reise in die USA, bei der ich mit dem Polizeimusikkorps auch musikalisch unterwegs war. Mit dabei war mein weißes Sonor Drumset – mein erstes eigenes Schlagzeug.

Dieses Drumset begleitet mich bis heute. Es hat über die Jahre unzählige Proben, Auftritte und Erlebnisse mitgemacht und ich spiele es tatsächlich noch immer. Für mich ist es deshalb längst mehr als nur ein Instrument. An diesem Schlagzeug hängt ein großer Teil meiner musikalischen Geschichte.

Das Schlagzeug blieb immer mein Hauptinstrument, aber schon damals hatte ich Spaß daran, mich musikalisch nicht auf ein einziges Instrument festzulegen.

Mehr als nur Schlagzeug

Diese Vielseitigkeit begleitet mich bis heute. Neben Drums gehören inzwischen Percussion und Cajon, Akustikgitarre, Keyboard und Gesang zu meiner Musik.

Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viele Instrumente aufzuzählen. Viel wichtiger ist mir, das einzusetzen, was ein Song, eine Band oder eine bestimmte Besetzung gerade braucht.

Vieles habe ich mir im Laufe der Jahre selbst erarbeitet und weiterentwickelt. Ich lerne viel über das Gehör, Beobachten, Ausprobieren und vor allem durch das gemeinsame Spielen.

Gerade live hilft mir diese Erfahrung dabei, mich schnell auf andere Musiker und auf Situationen einzustellen, die vorher vielleicht gar nicht geplant waren.

Musik, Bühne und Technik

Auch die technische Seite der Musik hat mich früh interessiert.

1999 lernte ich in der Berufsschule jemanden kennen, der bei einer Beschallungsfirma mithalf und mich hin und wieder zu Jobs mitnahm. Daraus entwickelte sich mehr und ich arbeitete später selbst dort mit.

Der Besitzer Hans hatte irgendwann die Idee einer Diskothek im Stil eines Q-Stalls. Dort war ich immer wieder auch als DJ aktiv. Später gründete Hans zunächst das erfolgreiche Q-Stall Duo und schließlich die Q-Stall-Partyband, zu der ich im Oktober 2014 als Schlagzeuger und Sänger dazukam.

Mit der Q-Stall-Partyband führte mich die Musik 2017 sogar bis nach Jakarta, wo wir ein zweitägiges Oktoberfest musikalisch begleiteten. Eine Reise und ein Auftritt, die mir bis heute besonders in Erinnerung geblieben sind.

Diese Zeit brachte mir nicht nur weitere musikalische Erfahrungen. Sie führte auch zu Begegnungen und Freundschaften, aus denen später wieder neue musikalische Wege entstanden.

Bands, Projekte und spontane Momente

Über die Jahre war und bin ich in ganz unterschiedlichen Formationen unterwegs.

Anfang 2012 kam ich als Nachfolger des bisherigen Schlagzeugers zu Ganze Dosis und übernahm dort Schlagzeug und Gesang.

Parallel dazu führte mich mein musikalischer Weg 2017 wieder in eine andere Richtung. Auf der Suche nach einer Rockband lernte ich Heiko und Rico kennen. Gemeinsam gründeten wir Herr Docta Rock Hysteria, nahmen Demos auf und spielten einige Gigs.

Auch Old’s Cool kannte ich schon lange, bevor ich selbst Mitglied der Band wurde. Früher half ich dort als Ton-Roadie und Mischer. Als Achim Schwab nach der Corona-Zeit nicht mehr weitermachen wollte, wurde ich 2022 gefragt, ob ich übernehmen könnte – diesmal nicht am Mischpult, sondern an Schlagzeug und Gesang.

Manchmal entstehen musikalische Verbindungen aber auch völlig ungeplant.

Das Wasen Trio Plus traf ich bereits etwa 2007 bei einer Faschingssitzung. Ich war dort mit meinem Verein als Teil der Sitzungskapelle. Das Wasen Trio Plus trat damals ohne Schlagzeuger auf – und ich spielte bei ihrem Auftritt einfach mit, obwohl ich die Titel vorher nicht kannte.

Viele Jahre später kreuzten sich unsere Wege erneut. Seit 2023 bin ich festes Mitglied des Wasen Trio Plus an Schlagzeug und Gesang.

Genau solche Situationen beschreiben für mich einen wichtigen Teil von Livemusik: zuhören, reagieren, sich aufeinander einstellen und gemeinsam etwas entstehen lassen.

Freundschaft gehört für mich zur Musik

Musik besteht für mich nicht nur aus Instrumenten, Proben und Auftritten. Mindestens genauso wichtig sind die Menschen, mit denen man sie macht.

Einer davon ist mein langjähriger Freund und musikalischer Wegbegleiter Dave. Unsere Wege haben sich über verschiedene Formationen immer wieder gekreuzt und bis heute sind wir bei einem großen Teil meiner eigenen musikalischen Projekte gemeinsam unterwegs.

Dazu gehören The Acoustic Project, Unplugged Avenue und Die Zwei.

Dabei können die Besetzungen ganz unterschiedlich sein: vom Duo oder einer kleinen akustischen Formation bis zur kompletten akustischen Band mit Gitarren, Klavier, Drums/Percussion und mehreren Stimmen.

Gerade diese Abwechslung macht für mich einen großen Teil des Reizes aus.

Heute

Das Schlagzeug ist und bleibt mein Hauptinstrument. Mein musikalischer Weg hat mir aber gezeigt, dass es genauso viel Spaß machen kann, am Cajon zu sitzen, Percussion zu spielen, zur Akustikgitarre zu greifen, am Keyboard zu stehen oder zu singen.

Auch zu Hause gehört Musik längst zum Alltag. Besonders schön finde ich, dass inzwischen auch die nächste Generation ihre eigenen Instrumente entdeckt und selbst Musik macht. Meine Jüngste hat dabei ausgerechnet das Schlagzeug für sich entdeckt – und lernt heute sogar bei demselben Lehrer, bei dem auch ich selbst Unterricht hatte.

Und manches begleitet einen eben über Jahrzehnte – so wie mein weißes Sonor Drumset, mit dem für mich vieles angefangen hat und auf dem ich bis heute spiele.

Ob Partyband, Rockband, akustische Besetzung oder ein spontaner musikalischer Moment – entscheidend sind für mich der Groove, das Zusammenspiel und der direkte Kontakt zum Publikum.

Musik muss nicht immer bis ins letzte Detail geplant sein.

Sie muss leben.

Don’t lose the drive.